Eckwarden - eine kleine Chronik
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1090 n. Chr.: Graf Huno von Oldenburg stiftete Ländereien in Eckwarden, an das Kloster zu Rastede,
die 1158 urkundlich vom Papst bestätigt wurden.
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1220 n. Chr.: Als Versammlungsort der Rüstringer wird wiederholt Eckwarderbrügge genannt. Es handelte sich hier um
Versammlungen der 16 Geschworenen, die alle Amtsinhaber aus den Kirchspielen waren und eine Art Selbstverwaltung ausübten.
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1334 n. Chr.: Der Ort Eckwarderbrügge soll in der Clemenstlut untergegangen sein.
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1428 n. Chr. findet man die letzte Urkunde von Aldessen, einem wichtigen Handelsplatz.
Der Pfarrer war schon 1427 zur Kirche nach Eckwarden übergewechselt.
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14??- ???? Der Kirchenbau soll im ersten Drittel des Jahrhunderts stattgefunden haben,
Heute wie damals bildet das Gotteshaus den Mittelpunkt des Dorfes.
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1398 n. Chr.: ist ein Edo Wummeken Häuptling von Eckwarden. Er paktiert mit den Seeräubern.
Vielleicht stammt daher die Geschichte, daß Störtebeker im Glockenturm ein Lager gehabt haben soll?
Und immer wieder kommt es im Mittelalter zu verheerenden
Sturmfluten, die die Menschen bedrohen!
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1523 n. Chr. wurde der Graf von Oldenburg alleiniger Herrscher über Butjadingen.
Die Oldenburger Grafen waren wichtige Deichbauer,
aber sie bemächtigten sich auch der Kirchengüter Roddens und Inte bei Eckwarden.
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1556 n. Chr. wird der Hayenschloot geschlossen, wichtige Eindeichungen sichern das Land,
doch die Deichlasten sind enorm.
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1629 n. Chr. klagt der Eckwarder Pastor Stau über so große Deichlasten,
daß er sie nicht halten kann.
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1645 n. Chr. Die Kirche bekommt eine Uhr, deren Schlagglocke bis in die heutige Zeit erhalten ist.
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1659 - 1684 n. Chr.: Der heutige Hof "Wester" war in dieser Zeit ein Hospital. 24 Plätze
für Arme und Alte, Kranke und Gebrechliche waren hier vorhanden. Die Kosten dafür
sollte durch die Pachtgelder von 2.165 Jück Altherrenländereien
erbracht werden. Das ist das Land, das Graf Anton Günter Kirchen, Bauerschaften und
privaten Eigentümern entwendet hatte.
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1587 n. Chr.: Seit dieser Zeit müssen auch die Kinder in Eckwarden zur Schule.
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1650 n. Chr. lag die Bevölkerungszahl in Eckwarden höher als um 1900.
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1702 n. Chr. hatte das Kirchspiel Eckwarden 1015 Einwohner.
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1717 n. Chr.: Der Weihnachtsflut fiel rund ein Drittel der Bevölkerung Eckwardens zum Opfer,
die Deiche waren fast vollständig verschwunden.
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1570-1663 n. Chr.: In dieser Zeit gab es 16 verheerende Sturmfluten, die die Menschen bis an den Rand der Erschöpfung
beanspruchten. Die Deichlasten waren kaum aufzubringen.
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1670/71 n. Chr. starben in Eckwarden 665 Stück Vieh aus Mangel an Futter.
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1654 n. Chr. wurde die Sonntagstrauung wegen der vielen Besäufnisse in der Kirche auf montags verlegt.
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1717 n. Chr. verwüstete ein verheerende Sturmflut das Land. Allein in Eckwarden ertranken 275 Menschen.
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1745/46 n. Chr. grassierte eine furchterliche Seuche; 1680 Kühe, 281 Ochsen und
1137 Stück Jungvieh gehen verloren.
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1754 n. Chr. bekam die Eckwarder Kirche eine neue Westmauer.
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1784/86 n. Chr. mußten 39 Häuser und eine Schule bei Großwürden und
Mundahn wegen der Sturmfluten aufgegeben werden. Der Deich wurde weiter ins Land verlegt. Heute befindet sich dort das
Strandgelände von Eckwarderhörne / Mundahn.
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1800 n. Chr. vernichtete eine gewaltige Feuersbrunst viele Häuser im Kirchspiel Eckwarden.
1804 n. Chr. herrschte auf der Jade reger Schiffsverkehr, 100 Schiffe wurden allein in Butjadingen gelöscht.
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1810 n. Chr. NAPOLEON, Bau von Batterien in Eckwarderhörne und auf den Oberahnschen Feldern als
Stützpunkte der Blockade gegen englische Waren, der Schmuggel hatte zu dieser Zeit Hochkonjunktur.
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1825 n. Chr. macht eine verheerende Flut die Arbeit von Generationen zunichte. Viele Bauern verarmten
und in den Jahren 1820 bis 1830 findet ein großer Höfewechsel statt. Viele Bauern waren so hoch
verschuldet, daß sie in Konkurs gingen. Großbauern kauften die Höfe auf, so daß
in dieser Zeit hektarstarke Höfe entstanden.
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1848 n. Chr. bestimmte eine landesherrliche Verordnung, daß in Eckwarden weder Stroh noch Reeth
für das Dachdecken benutzt werden dürfe. Dieses Gesetz sollte die furchtbaren Brände eindämmen. .
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1854 n. Chr. verkaufte Oldenburg Eckwarderhörne an Preußen, 1937 kam es wieder zurück.
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1855 n. Chr. Endlich werden die Deichlasten auf alle Anwohner verteilt.
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1862 n. Chr. baute man den Eckwarder-Siel. Er war wichtiger Transportweg, denn Wege gab es kaum.
So wurde der Transport von Korn auf Schleppschiffen vorgenommen, deren Traglast etwa 12000 Pfund
betrug. Das Schiff wurde von Pferden an einer langen Leine z.B. nach Fedderwarder-Siel gezogen.
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1862 n. Chr. wurde auch die erste Staatsstraße gebaut, jedoch reichte sie lange nicht bis
nach Eckwarden.
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1864 n. Chr. goß Andreas van Bergen die jetzige große Kirchenglocke.
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1882 n. Chr. fand am 16. Dezember die Stiftungs- und Generalversammlung des
Eckwarder Turnvereins
statt. Ein Landmann, Franz Peters, soll der eigentliche Initiator gewesen sein.
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1883 n. Chr. legte man den Monatsbeitrag fur die aktiven Turner auf 25 Pfennig fest.
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1887 n. Chr. konnte das erste Mal bei schönstem Wetter das Bundesturnfest mit 500 Teilnehmern in Eckwarden gefeiert werden.
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1896 n. Chr. wird eine "Eisenbahncommission" gebildet, die Jahr für Jahr ihre Eingaben machte.
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1897 n. Chr. am 21. Februar fand die Gründung des Eckwarder Bürgervereins statt.
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1899 n. Chr. feierte man die erste Maskerade in Geislers Saal.
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1905 n. Chr. machte man die erste Eingabe an den Gemeinderat wegen einer Straßenbeleuchtung. Viele Anträge folgten.
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1907 n. Chr. begann endlich der Bau der Butjenter Bahn.
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1909 n. Chr. Am 30. Juli fuhr der erste Zug nach von Nordenham nach Eckwarderhörne, eine neue Zeit begann und viele Berufe
änderten sich. Wer wollte nicht gern Lokführer werden? Eckwarden erlebte einen spürbaren Aufschwung
und einen regelrechten Bauboom. In den Sommermonaten erreichte die Butjenter Bahn Spitzenwerte von über 20.000 Fahrgästen,
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1915 n. Chr. beschloß der Bürgerverein Pakete für die Soldaten im Feld zu packen.
Viele Eckwarder kehrten aus dem 1. Weltkrieg nicht wieder nach hause zurück.
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1919 n. Chr. Der Männerrriege des Tumvereins wurde eine Damenriege hinzugefügt. Eine Sensation!
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1928 n. Chr. wurde im Bürgerverein beschlossen, nun auch Versammlungen im Beisein von "Damen" abzuhalten.
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1933 n. Chr. Am 27. November gründete die Eckwarder Dorfgemeinschaft eine
Feuerwehr. Und das obwohl es schon seit
1876 die polizeiliche Bestimmung gab, daß alle Gemeinden mit einer Feuersprütze ausgestattet sein mußten
und es auch immer schon "Spritzenmeister" gab. Die Feuerwehr entwickelte sich in den letzten 70 Jahren zu der wohl
aktivsten Dorfgruppe.
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1943 n. Chr. zerstörte ein Bombenangriff viele Häuser in und um Eckwarden, die
Feuerwehr war tagelang im Einsatz - auch die Frauen, da viele Männer im Krieg waren.
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1946-49 n. Chr. schuf der Tumverein Eckwarden durch eine rege Aufbauarbeit leistungsfähige
und erfolgreiche Gruppen, von denen die Fußballsparte
in der Wesermarsch am bekanntesten war.
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1951 n. Chr. entstand die neue Strandhalle in Eckwarderhörne.
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1952 n. Chr. bekam auch Eckwarden endlich eine Wasserleitung.
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1959/61 n. Chr. bekam die Butjenter Bahn ihr "Aus", die Straße bis Eckwarderhörne wurde ausgebaut.
Das Auto siegte über die Eisenbahn.
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1962 n. Chr. bedrohte eine gewaltige Sturmflut unsere Küste,
doch die Deiche hielten trotz großer Schäden.
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1966 n. Chr. Die Schüler des 5. - 8. Jahrgangs müssen nun nach Tossens zur
Schule, die unteren Jahrgänge blieben noch für einige Zeit in Eckwarden, ab jetzt wurde
das Zeitalter der Schulbusse eingeläutet.
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1971 n. Chr. wurde die Jugendfeuerwehr
von Fritz Wiggers und Hermann Bolte gegründet,
ein wichtiger Schritt zur Sicherung des Nachwuchses innerhalb der Eckwarder Ortswehr.
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1991 n. Chr. August - GEZEITEN - Die Eckwarder Bürger stellen ein umfangreiches Programm auf die Beine,
das viele Gäste anlockt. Der Tourismus hat sich ib Butjadingen inzwischen zu einem wichtigen Wirtschaftszweig entwickelt.
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1995 n. Chr. feiern die Eckwarder mit ihren Gästen aus nah und fern 1000 Jahre Eckwarden. Auf der "Höchte",
dem wohl ältesten Haus auf der Wurt, findet die Freilichtaufführung: "Grete und die Franzosen",
von J. Boedecker, ungeteilten Zuspruch.
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1997 n. Chr. feiert der Bürgerverein Eckwarden seinen hundertsten Geburtstag!
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2008 n. Chr. Die Internet-Site www.eckwarden-aktuell wird veröffentlicht. :-)
Vieles könnte man in diese Chronik noch einflechten, denn nicht alle Ereignisse aus einer Geschichte
mit großen Nöten und Sorgen, aber auch Freude am Leben kann ein so kleiner Überblick geben.
Heute können die Eckwarder Bürger in Ruhe den Sturmfluten trotzen, denn die Deiche geben Sicherheit
und auch das alltägliche Leben ist nicht mehr von den Entbehrungen und der Not der letzten Jahrhunderte
gekennzeichnet. Aktiv das Leben zu gestalten, haben die Eckwarder als Lebenskunst entwickelt. Die Feiern und
Veranstaltungen während eines Kalenderjahres geben reichlich Kunde davon. Wer sich davon überzeugen
möchte, ist in Eckwarden immer als Gast herzlich willkommen.
Wir hätten so gern einen Eintrag in unserem
Gästebuch
Schön wäre auch, wenn wir eine
Rückmeldung
von Ihnen erhielten !
Wie wärs mit einer
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Über Anregungen und Vorschläge würden wir uns freuen!