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Hier sollte ein Ureinwohner marschieren... Die Eckwarder Vergangenheit in Bild und Wort !




Eckwardens Geschichte...



...Butjadingen

Die Halbinsel Butjadingen ist im Mittelalter entstanden, als große Sturmfluten den Verlauf der heutigen Nordseeküste gestalteten. Nach der Zweiten Marcellusflut 1362 war Butjadingen zeitweise eine Insel. Der Name leitet sich von niederdeutsch „buten“ (= außen, außerhalb, jenseits) und „Jade“ ab. Es ist also das Land jenseits der Jade oder des Jadebusens.

Bis ins Mittelalter war das friesische Butjadingen praktisch eine freie „Bauernrepublik“, bevor sie sich nach verlustreichen Schlachten („Lewer dod as sklav“) nacheinander von den Ostfriesen, den Bremern und schießlich den Oldenburgern einverleibt wurde.

In der Vergangenheit wurde Butjadingen mehrfach von schweren Sturmfluten getroffen bei denen zahlreiche Orte für immer in den Fluten versanken (Tedlens, Langemehne, Bär, Alt-Waddens, Aldessen bzw. Oldersum um nur einige zu nennen). Als eine der folgenreichsten Sturmfluten kann die Weihnachtsflut von 1717 angesehen werden, der nahezu ein Drittel der Bevölkerung zum Opfer fiel und von der sich Butjadingen wirtschaftlich lange nicht erholte. Nach dieser Flut wurden jedoch unter der Leitung Oldenburgs Sehestedt die Deiche zum Festland endgültig wiederhergestellt, so dass Butjadingen wieder eine mit dem Festland verbundene Halbinsel wurde.

Butjenter Lied


...Eckwarden

Eckwarden ist ein altes Wurtendorf, das schon lange vor der Entstehung des Jadebusens existiert haben muß. Während bis zur Julianiflut 1164 n. Chr. Butjadingen noch zu Rüstringen gehörte und über den heutigen Jadebusen Verbindung mit Ostfriesland hatte, wurde durch verheerende Stürme und Fluten diese Verbindung unterbrochen. Schon zur Zeit des Plinius, 50 n. Chr., sollen die Küstenbewohner auf Hügeln gewohnt haben, um vor Überschwemmungen sicher zu sein. Im 11. und 12. Jahrhundert waren diese kleinen Wurten dann oftmals auf 4-5 Meter Höhe angewachsen. Aus dieser Zeit wissen wir recht wenig, erste schriftliche Belege für Eckwarden gibt es aus dem 12. Jahrhundert. In den folgenden Jahrhunderten mußte Eckwarden noch viele schwere Sturmfluten überstehen.

Die Chronik Eckwardens.

aus: Ein Dorf im Wandel von Annemarie Schrage und Jörg Marzinzick.

Einen ausführlicheren Bericht über die Geschichte des Kirchspiels Eckwarden finden Sie hier.


...Butjenter Bahn

Die Butjadinger (Butjenter) Bahn war eine Eisenbahnlinie auf der Halbinsel Butjadingen, die Eckwarderhörne mit der Hafenstadt Nordenham verband. In Eckwarderhörne existierte ein Fähranleger von dem aus Güter und Reisende auf eine Fähre verladen wurden um sie nach Wilhelmshaven zu befördern.
1907 wurde mit dem Bau dieser Bahn begonnen, 1908 wurde die Strecke schließlich eröffnet.

Die Streckenführung verlief von Nordenham über die Orte Ellwürden, Abbehausen, Moorsee, Stollhamm, Mitteldeich, Burhave, Langwarden, Ruhwarden, Tossens und Eckwarden nach Eckwarderhörne und hatte eine Gesamtlänge von gut 30 Kilometern. Die Betriebsführung oblag dem Amt Butjadingen. In Nordenham bestand Anschluss an die damalige Staatsbahn.

Die Fahrgastzahlen entwickelten sich von Beginn an positiv, auch begünstigt durch viele Feriengäste, so dass bald eine leistungsfähigere Lokomotive beschafft werden musste. Im Geschäftsjahr 1913/14 wurden über 240.000 Passagiere und knapp 28.000 Tonnen Güter befördert, und die Bahn erwirtschaftete Gewinne.

Allerdings waren die Fahrzeiten von rund eineinhalb Stunden auch für eine Kleinbahn viel zu lang, Sie ergaben sich aus, aufwändigen Ranggierarbeiten, oft mußten Wagons an- oder abgekuppelt werden, wodurch es zu längeren Aufenthalten an den Bahnhöfen kam.

Zwischen den Kriegen hielt sich die Bahn mehr schlecht als recht über Wasser, bis die Transportzahlen nach dem Zweiten Weltkrieg insbesondere durch Hamsterfahrten auf neue Rekordwerte stiegen.

Mit zunehmendem Autoverkehr wurde es jedoch wegen der langen Fahrzeiten und dem sinkendem Passagieraufkommen für die Butjadinger Bahn immer schwerer, wirtschaftlich zu arbeiten. Das endgültige Aus für den Personenverkehr kam schließlich im Jahr 1956.

Im selben Jahr wurde auch der Güterverkehr an die Deutsche Bundesbahn übergeben. Diese führte noch bis Ende Oktober 1959 Transporte bis Eckwarden durch, danach verblieb nur noch das Reststück bis Stollhamm. Bis Jahresende 1968 wurde auch der übrige Verkehr eingestellt und die Strecke aufgegeben. Nachdem bereits die Strecke nach Eckwarderhörne abgerissem worden war, folgte nun auch der Abbriss der verbleibenden Anlagen. Damit war die Geschichte der Butjadinger Bahn beendet.

Der Abschnitt zwischen Nordenham und Stollhamm des ehemaligen Bahndamms wurde zum Fahrradweg umgebaut und ist damit Bestandteil des umfangreichen Radwegenetzes in Butjadingen. In vielen Dörfern Butjadingens gibt es immer noch die alten Bahnhofsgebäude, die heute teils als Gaststätten genutzt werden.


...die Bilder

Im folgenden finden sie eine Auswahl von Bildern aus früheren Zeiten, denen wir ein aktuelles Bild aus etwa demselben Blickwinkel gegenübergestellt haben. Sie können bei einem Ihrer nächsten Spaziergänge im Dorf ja mal versuchen die Orte und Gebäude wiederzufinden.

Pastorei und Glockenturm
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Pastorei und Glockenturm
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Butjadinger Hof
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Butjadinger Hof
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Einfahrt ins Dorf aus Richtung Stollham
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Einfahrt ins Dorf aus Richtung Stollham
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Einfahrt ins Dorf aus Richtung Tossens
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Einfahrt ins Dorf aus Richtung Tossens
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Glockenturm
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Glockenturm
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Glockenturm
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Glockenturm
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Die alte Tischlerei
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Die alte Tischlerei
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Die Wurt
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Die Wurt
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Die Ortsmitte
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Die Ortsmitte
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